Starke Stücke

 
     
 

Meine Theaterstücke und Hörspiele erscheinen in mehreren Bänden unter dem Titel „STÜCK-ARBEIT, Bühnen- und Hörspieltexte“. Hier eine kurze Synopsis.

 

„Eine Million fällt vom Himmel“

Szenen und Songs um Liebe Geld und Zufall

Das Stück, das mit vielen Chansons durchsetzt ist, hat drei Teile. Und in jedem dieser Abschnitte fällt (anscheinend - fast - vielleicht -wirklich) eine Million vom Himmel. Aber es geht nicht nur um’s Geld. Es geht auch um Liebe, Freundschaft, Betrug, Niedertracht und andere menschliche Seiten, die durch Geld nicht edler werden.

 

„Fluchten“

Ein Spiel mit drei Seelen

 

Ein derzeit unbewohntes Blockhaus am Polarkreis, bis übers Dach eingeschneit und total vereist; niemand kann hinein, niemand heraus. Es herrscht die monatelange Polarnacht. Eines Morgens treffen in der Hütte drei Menschen aufeinander, die sich noch nie gesehen haben. Da dies unter den herrschenden Umständen unmöglich ist, können sie keine realen Personen sein. Aber was sonst? Traumfiguren? Teilnehmer eines unbegreiflichen Experiments? Von wem? Es bleibt den dreien - nach dem ersten Schock - nichts anderes übrig, als zu versuchen, das Rätsel ihrer Anwesenheit zu lösen. Um dem auf die Spur zu kommen, erzählen sie sich gegenseitig ihre (ungewöhnlichen) Lebensgeschichten. Und tatsächlich, da gibt es eine Gemeinsamkeit, die - vielleicht - der Schlüssel zu ihrem unerklärlichen Zusammentreffen ist. Kaum erkennen sie dies, ist der Spuk vorbei. - Aufgelockert wird das Schauspiel in den Szenen-Pausen durch Lyrik aus Lappland.

 

   

„Ein weites Land“

Hörspiel, frei nach Arthur Schnitzlers Tragikomödie „Das weite Land“

Schnitzlers Bühnenwerk entstand Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts unter dem Eindruck der neuen Lehre von Sigmund Freud, den der Autor sehr verehrte. Im Kern geht es um ein Seelendrama, eine psychologische Studie über das Verhalten einiger Charaktere und deren Veränderung durch die Ereignisse - also ein feinfühliges Kammerspiel. Jedoch hat Schnitzler - wohl im Interesse des Zeitgeschmacks und der Theaterwirksamkeit - diesen Kern mit viel saftigem Handlungsfleisch umgeben. Derlei Zutaten lassen das Stück heute leicht überfrachtet und auch etwas altmodisch erscheinen.

Mein Hörspiel verzichtet auf solche Elemente und konzentriert sich ganz auf den wunderbaren Kern. So wird die Handlung zeitlos aktuell. Durch Modernisierungen gewisser Abläufe und einige neuzeitlichere Vornamen ließ sie sich sogar in unsere Gegenwart verlegen. Meine Fassung spielt rund siebzig Jahre später als das Original und überdies nicht in Baden bei Wien, sondern in einem Prominenten-Ort am Starnberger See. Einige Nebenfiguren konnten entfallen, zwei Frauenrollen wurden zu einer zusammengezogen

Die Hörspiel-Form stellt - durch die Möglichkeit zu Rückblenden, beliebigen Ortswechseln und das Gestaltungselement der Denkstimme - eine ideale Möglichkeit dar, Schnitzlers stillen Psychokrimi zur Wirkung zu bringen.

 

 

A. Schnitzler

„Die Insel des Zauberers“

Magical nach Shakespeares Schauspiel „Der Sturm“

Gegen Ende seiner Schaffenszeit schrieb Shakespeare drei sogenannte Romanzen; eine davon ist „Der Sturm“. Er schuf damit eine neue Art des Theaters: Fantasy-Stücke, in denen fast nichts realistisch zu verstehen ist. Es sind vielmehr Szenenfolgen, bei denen eher das innere Geschehen - in und zwischen den Protagonisten - abgebildet wird als eine tatsächliche Handlung.

So spielt “Der Sturm“ auf einer Insel, die jedem der unfreiwilligen Besucher völlig anders erscheint, und die einmal zwischen Italien und Tunis, dann plötzlich bei den Bermudas liegt. Ist diese Insel Wirklichkeit? - Es herrscht darauf Prospero, ein Magier, der nahezu unbegrenzte Zauberkräfte hat. Auch der titelgebende Sturm ist nur ein Meisterstück seiner Magie. Danach erlebt man eine Folge skurriler, erschreckender, aber auch erhebender Geister- und Zauber-Events, alle inszeniert von dem Inselherrscher, der vor Jahren als Herzog von Mailand unrechtmäßig vertrieben wurde.

So ein Stück kann man eigentlich nicht realistisch und in einem konventionellen Stil darbieten - etwa in einem konkreten Bühnenbild. Wo vom Autor auf Eindeutigkeit, auf Wahrscheinlichkeit, Glaubwürdigkeit und Folgerichtigkeit bewusst verzichtet wird, sollte sich das Bühnengeschehen als eine immer wieder überraschende Szenenfolge darbieten, in der nicht der Geist der Vernunft herrscht, sondern die Geister der Phantasie dominieren.

So entstand meine Version, die formal ein Musical-Libretto ist, gestalterisch aber eine magische Revue, eine Zauber-Show, in der eine „Attraktion“ die andere ablöst - kurz: ein Magical.

Dabei bleiben Handlung und Sinngehalt des Originals durchaus erhalten. Der Text lehnt sich über weite Strecken - in Inhalt und Versmaß, nicht im Wortlaut - an Shakespeares wunderbares Stück an. Einige Liedertexte wurden eingebaut, einige Passagen gestrafft andere hinzugefügt. Doch Shakespeares Botschaft, so denke ich, ist gewahrt worden und wird in dieser Form vielleicht für heutige Zuschauer noch deutlicher!

 

„Die Freizeit-A.G.“

Eine aktuelle Utopie mit Musik

Immer mehr Menschen sind „von der Erwerbsarbeit befreit“, vulgo arbeitslos. Doch ein wachsender Teil der ehemaligen Arbeitnehmer macht aus der Not eine Tugend. Diese cleveren Typen nennen sich fortan „Freizeitnehmer“: Sie schließen sich in einer Arbeits-Gemeinschaft - der Freizeit-A.G. - zusammen, organisieren ihren Alltag so, dass sie genug Geld zum Leben, aber auch viel kreativen Spaß haben und werden sogar zu einer beachteten politischen Kraft. In sehr optimistischen Chansons und Statements bringen sie ihre Perspektive zum Ausdruck. - Ein nicht ganz (aber doch ein bisschen) ernst gemeintes Zukunftsmodell.

 

 

 

W. Shakespeare

„Der gute Nathan“

Hörspiel. Eine Variation über Lessings „Nathan der Weise“

Lessings dramatisches Gedicht spielt während eines kurzen Waffenstillstands zwischen einem Kreuzfahrerheer und dem muslimischen Herrscher des Staates Jerusalem - genau im Jahr 1192. Es ist ein sehr aufklärerisches Stück, in dem für Vergebung und Toleranz zwischen Christen und Muslimen, eigentlich zwischen allen Kulturen und Religionen, nachdrücklich geworben wird. Anhand einer komplexen Familiengeschichte wird der Unsinn von Hass und Verfolgung drastisch vor Augen geführt. Das Stück endet mit einer fast utopisch wirkenden Verbrüderung der Hauptfiguren.

Heute stehen sich in Jerusalem Juden und Muslime voll Hass gegenüber, und die Christen schauen hilflos zu. Ein Waffenstillstand wird zwar angestrebt, aber kann man wirklich auf Aussöhnung und Verbrüderung hoffen?

Mein  Hörspiel „Der gute Nathan“ ist ein Versuch, Lessings Mahnung und die Erfahrungen der Gegenwart zu verschmelzen, jedoch nicht durch eine rein äußerliche, nur aufgepfropfte Aktualisierung seines Werkes. Meine Version besteht aus einer (neuen) Rahmenhandlung, die wenige Jahre nach dem überaus hoffnungsvollen Schluss des „Nathan“ spielt: Sie schildert, dass sich die Hoffnungen ganz und gar nicht erfüllt haben: Die Hauptpersonen aus Lessings Stück sind geflohen, verschollen, tot. In der Region herrschen Anarchie und Terror (wie in den letzten Jahrzehnten). Dies erfährt der Zuschauer durch drei „Übriggebliebene“ - Daja, Klosterbruder, Derwisch -, die sich in der Ruine von Nathans Haus verschanzt haben. Diese drei erinnern sich wehmütig an die Ereignisse und Hoffnungen von damals. In Rückblenden werden die wichtigsten Szenen aus dem Original-Nathan zitiert, jedoch nicht in Lessings Versen, sondern formal angelehnt an dessen (frühere) Prosafassung.

Am Ende wird das Versteck, der letzte Zufluchtsort der drei Entronnenen von marodierenden Horden aus Christen, Juden und Muslimen zerstört. Die letzen Worte des Hörspiels spricht ein Sterbender, und sie sind kaum zu verstehen. Was sagt er? „Vergebt euch“ oder „Vergeblich“?

 

 

G. E. Lessing

„Schall und Rauch“

Ein literarisches Rollenspiel

Einige Schauspieler verwandeln sich unter Anleitung des Spielleiters auf offener Bühne zu den Figuren, die sie darstellen sollen: Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Peter Paul Althaus, Kurt Tucholsky. Denn die Muse der Dichtkunst hat im Auftrag ihres Chefs, Apollo, zu einem Brettl-Festival auf dem Olymp eingeladen unter dem historisch korrekten Titel „Schall und Rauch“. Die prominenten „Gäste“ tragen nicht nur ihre Texte - vielfach als Chanson - vor, sondern es kommt auch zu manchem Gedankenaustausch untereinander und mit anderen Prominenten der großen Brettl-Zeit, der zu Lebzeiten der „großen Geistreichen“ gar nicht geschehen konnte.

 

 

Chr. Morgenstern

J. Ringelnatz

P. P. Althaus

K. Tucholsky

 




„Die Bomben-Party“

Schwarze Komödie nach einem Roman von Graham Greene

Diesem Stück liegt der Roman „Dr. Fischer aus Genf oder Die Bomben-Party“ zugrunde, ein Psychothriller der Extraklasse und eine ideale Vorlage für ein spannendes Bühnenwerk.

Ein exzentrischer Krösus, Dr. Fischer, veranstaltet abstruse Partys für andere Reiche der Stadt Genf, bei denen er seine Gäste nach Kräften demütigt. Wie weit lassen sich diese Wohlhabenden erniedrigen, nur um materieller Vorteile willen? Eines Tages aber lädt Dr. Fischer den Falschen ein, seinen Schwiegersohn. Der ist weder reich noch käuflich. Der Höhepunkt, die Bomben-Party, bringt es an den Tag: Dr. Fischer, der arme Egomane, hat sich verrechnet. Er ist am Ende.

 

“All Blues”

Ein Jazzical. Audio-Play.

Wir befinden uns auf dem größten, teuersten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt. Dessen Atlantik-Überquerung steht diesmal unter dem Motto „Jazz around the Clock“; an Bord sind folglich diverse berühmte Jazzmusik-Formationen und Vokalisten. Star des Programms ist Roberta Robertson, eine weltberühmte Jazz-Diva, zugleich Hollywood-Star, CD-Queen, Festival-Ikone, vielfache Millionärin mit Traumvilla in Beverly Hills.

Sie wird auf dieser Reise begleitet von einem Mönch, ihrem Bruder. Der muss im Auftrag seines Ordens ein Projekt im Irak durchführen, wo ein furchtbares Terror-Massaker geschehen war. Roberta ist vor kurzem aus ihrem goldenen Zuhause dorthin aufgebrochen und hat bei dem Besuch ihres Bruders mit eigenen Augen einen grauenhaften Blick in das wahre Leben getan. An Bord veranstaltet sie nun zugunsten der Terror-Opfer, zumeist Kinder, eine große Benefiz-Gala, die ein Riesenerfolg wird.

Ab Miami inspiziert routinemäßig ein Schiffstester den Kreuzfahrt-Liner. Kurz darauf - nach dem Auslaufen in Nassau/Bahamas - werden alarmierende Entdeckungen gemacht. Das Schiff wird den nächsten Hafen nie erreichen.

  

„Dreikönigsnacht“

Venezianisches Maskenspiel nach Shakespeares „Was ihr wollt“

Diese Adaption spielt in Venedig, und zwar im siebzehnten Jahrhundert, genauer: in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, dem Höhepunkt, des venezianischen Karnevals.

Shakespeares berühmteste Komödie ist ja nicht nur ein heiteres Verwechslungsspiel, sondern stellt etliche Figuren vor, die - absichtlich oder unbewusst - eine Maske tragen, eine Rolle spielen wollen oder müssen, hinter der sich der wirkliche Mensch verbirgt. Im Laufe des Stückes entlarven sie sich oder werden entlarvt. So geht es hier auch um Selbstfindung, um das Erreichen und die Akzeptanz der wahren Identität.

Die Verlegung in die Verkleidungsorgie und den Maskentrubel des venezianischen Karnevals unterstreicht diese Täuschungs- und Selbsttäuschungs-Dimension des Stücks. Zeitgenössische Musiken, viele Lied-Einlagen sowie die etwas morbide Pracht phantastischer Kostüme geben dem Geschehen ein überaus farbiges Kolorit.

 

"Ein Puppenspieler"

Funk-Erzählung

In einer Mischform aus - fiktiver - Dokumentation, reportagehaftem Bericht, eingeflochtenen Dialogszenen, Denkmonologen und erzählten Erinnerungen Dritter wird das Leben eines Erfolgreichen dargestellt, der dennoch scheitert.

In äußerster dörflicher Armut aufgewachsen, entwickelt sich der Hochbegabte durch leidenschaftlichen Fleiß zu einem kulturell gebildeten Menschen, zum Theaterbesessenen, zum berühmten Schauspieler, zum schwerreichen Hollywoodstar.

Aufgrund eines Kindheitserlebnisses hat er eine Obsession für Puppen. Er schafft sie, spielt genial damit, kreiert opernhafte Puppenspiele, z. B. nach dem Shakespeare-Stoff von King Lear.

Auch seine Partnerinnen, seine Kinder, seine Freunde glaubt er wie Puppen formen und beherrschen zu können. Daran scheitert er. Seine drei Töchter, deren Zuneigung er mit manipulatorischen Mitteln zu erzwingen versucht, wenden sich als Erwachsene voll Hass gegen ihn, wollen ihm Reichtum und Ehre rauben. An seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag kommt es zu einem (fast) tödlichen Eklat. Zwar überlebt er das ‚Familienfest’, aber man ahnt, es war der letzte Auftritt des halb Wahnsinnigen - und seiner schönsten Puppen.

 

"Der Porzellanladen"

Ein Stück Familiengeschichte                                 

Die Inhaberfamilie eines Konzerns für Haushaltswaren hat zwei Söhne bei einem Terrorakt in Afrika verloren; der dritte Sohn ist vermisst. Überraschend verstirbt Jahre später der Patriarch und Unternehmensleiter. Wie soll es weitergehen? Da taucht der verlroene Sohn unangekündigt auf. Doch eine Leitung der Firmengruppe kommt für ihn nicht in Frage, da er sich inzwischen intensiv  dafür engagiert hat, das Elend der Dritten Welt zu mildern. Vielmehr macht er der konservativen großbürgerlichen Familie  schwere Vorwürfe für ihre typisch kapitalistische Denk- und Lebensweise. Das Zerwürfnis eskaliert ...

 

"Der Kaufmann von London"

Eine Variation zu Shakespeares Komödie 'Der Kaufmann von Venedig'

Die Zeitumstände im London Shakespeares und in seinem Venedig ähneln einander in vieler Hinsicht. Wollte der Dichter eigentlich die Missstände in England geißeln? Vielleicht war er nur wegen der Zensur gezwungen, die Handlung in ein anderes Land zu verlegen. Sonst besäßen wir heute wohl ein zeitkritisches Stück mit dem Titel 'Der Kaufmann von London.' Hier ist es!

 

"Pygmalion zweitausenund --"

Utopische Komödie

Das Stück spielt auf Zypern, also im Land der Pygmalion-Legende, jedoch irgendwann im einundzwanzigsten Jahrhundert. Pygmalion ist auch hier Bildhauer; sein Bruder Alexis baut Puppen. Aphrodite, die Göttin der Liebe, hat es schwer in der neuen Zeit. Auf Zypern existieren riesige Dirnenlager für Millionen Fremdarbeiter aus Afrika und Nahost. Pygmalion schafft sich zwar eine Galatea aus Stein, doch als Aphrodite die lebenedig werden lässt, erweist sich die Schöne als ein untreues und eiskaltes Aas. Zum Glück kann Alexis weibliche Roboter schaffen, die fast so liebesfähig sind wie richtige Frauen. Aber Aphrodite darf erleben, dass doch die wahre menschliche Liebe siegt.

 

"Prokura vom lieben Gott"

Eine Hommage an den Dichter PPA (Peter Paul Althaus)

Diese literarische Revue besteht aus Gedichten des 'Königs von Schwabing' und Musik seiner Zeit, also der Fünfziger- und Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts. Ein Alter Ego des heiter-poetischen Verskünstlers, drei Schauspieler sowie einige Sänger und Musiker präsentieren die Texte so, dass sich ein Lebens-Portrait des zu Unrecht fast Vergessenen ergibt.  

 

"Zwischen den Fronten"

Einakter/Hörspiel

Eine Schule in einer deutschen Großstadt, und zwar in einem ehemals bürgerlichen Viertel, das zur No-Go-Area verkommen ist. Die Schule liegt genau zwischen einer Polizeiwache und den verwahrlosten Wohnstätten der Immigranten, Gangster, Dealer und Dirnen. Dazwischen vegetieren resignierte Alteingessene. Es wimmelt von aggressiven Juigendlichen. Fast täglich rücken Hundertschaften zu Razzien aus, doch die Bewohner sind längst besser bewaffnet als die Polizeikräfte. Eines Tages gerät die Schule ins Kreuzfeuer der gegnerischen Parteien ...

 

"MACBETH nach Shakespeare"

Als Hörspiel gestaltet und frei übertragen

Shakespeares kürzestes Stück enthält Spuk- und Hexenszenen, die den Protagonisten als echt bedrohlicher Horror erscheinen müssen. Das ist auf der Bühne oft schwer glaubhaft zu machen. Die Tongestaltung des Hörspiels und die Fantasie der Zuhörer können jedoch eindrucksvollen Grusel auslösen.- Auch die Tatsache, dass dieses Stück sehr viele Monologe enthält, spricht für eine Hörspielfassung.Denn solche Passagen sind ja Äußerungen der inneren Stimme. Und die sogenannte Denkstimme ist seit je ein gängiges Mittel dieser Gestaltungsform.

 

"Die Waffen des Mannes

oder

Don Juan auf der Flucht"

Erotische Komödie mit Musik

Um 1800 in einem autoritären Stadtstaat am Mittelmeer und auf einer vorgelagerten Inselgruppe, die liberal und lebenslustig ist.

Nach einem Racheakt im Affekt hat sich Don Pedro, ein Edelmann, dorthin geflüchtet. Er wird ein Liebling der Frauen. Doch verteidigt er seine Freiheit gegen deren einnehmende Strategien auf immer wieder andere Weise. Denn seit jener Rachetat ist er in Wahrheit impotent. Doch sein Ruf als Don Juan ist stärker: Er gerät in den Verdacht, ein Jungfrauen-Schänder zu sein, tötet in Notwehr den Insel-Kommandanten und muss sich ins lokale Bordell retten, wo er endlich die Frau trifft, die in ihm nicht den charmanten Ernährer, sondern einen echten Partner fürs Leben sieht. Allerdings für ein Leben ohne die Ideale der Jugend.

 

"Gut ist bös und bös ist gut"

Eine Macbeth-Variante, frei nach Shakespeare

Noch ein Versuch, heutigen Rezipienten den Hexenglauben des Mittelalters und seine Wirkung auf die Helden, Machthaber und einfachen Menschen von damals fühlbar zu machen. War nicht der Krieger, Tyrann und Mörder Macbeth zugleich ein Opfer, mit dem man (auch) Mitleid haben darf?

 

"Tischgespräche"

Fünf Dramolette

Eine Zusammenstellung von Eigenbearbeitungen einiger Kurzgeschichten. Die reine Dialogform lässt den Inhalt dichter und direkter wirken. Fantasie ist gefragt und gefordert.

 

"Das Gastspiel"

Ein Theaterstück mit Zitaten aus "Der Herr Ornifle" von Jean Anouilh und "Das weite Land" von Arthur Schnitzler

Ein anrührender Blick hinter die Kulissen der Theaterwelt und die privaten Verstrickungen dreier Akteure.

 

"Strafprozess gegen S."

Hörspiel

Es geht um den erzwungenen Selbstmord eines Mannes, von Beruf Steinmetz, von Berufung Philosoph, und um die seltsame Justiz in der frühen Demokratie des alten Griechenland.

 

"Nur ein Verdacht"

Einakter

Auf einem Kreuzfahrtschiff häufen sich mitten im Pazifik, fern von jedem Hafen, rätselhafte Krankheitsfälle. Wie reagieren die Betroffenen, die Gesunden, die Schiffsführung auf den erschreckenden Verdacht einer tödlichen Epidemie?

 

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Graham Greene